In (Zeitzeugen-)Berichten, Literaturfunden, Zeugnissen und Bildern der Zeit von 1933 bis 1950 werden die Machtergreifung und Gleichschaltung u. a. der Kirchditmolder Vereine, der Kirche und der Genossenschaften thematisiert. Ein wichtiges Kapitel sind Ereignisse und Orte der Verfolgung jüdischer und andersdenkender Menschen in Kirchditmold. Es folgen Einblicke in den Kriegsbeginn, die Bombardierungen, aber auch in den Alltag in dieser Zeit. Der Einmarsch der US-amerikanischen Truppen, das Kriegsende, die Aufräumarbeiten und die allmähliche Rückkehr zur „Normalität“ bis hin zum ersten Heimatfest im Jahr 1950 bilden den thematisch letzten Teil des Buchs. Ergänzend sind im Anhang die vollständigen Berichte Kirchditmolder Zeitzeuginnen und -zeugen sowie ein Auszug aus der „Chronik von Kirchditmold“ von Ernst Reuse 1959 (Quelle: Archiv der Stadt Kassel) dokumentiert.
Das vom BHV im Selbstverlag herausgegebene Buch basiert auf einer Ausstellung, die 2025 anlässlich des 80sten Jahrestags des Kriegsendes zweimal – im BHV und in der Kirche Kirchditmold – gezeigt wurde und auf große Resonanz stieß. Dem dort häufig geäußertem Wunsch der Besucher, die Fülle des Materials in Ruhe aufnehmen zu können, kommt die Buchproduktion nach.
Das Buch erarbeitet haben Eckhardt Wagner, Annette Ulbricht, Brigitte Ramdohr, Peter Zierau, Anne Belke-Herwig, Helge Tismer und Ernesto Cornelius. Sie wollen mit dem Buch die Ereignisse der Jahre 1933 bis 1950 festhalten – und darauf aufmerksam machen, dass sich der Nationalsozialismus mit all seinen dramatischen Folgen nicht weit weg, sondern eben auch vor der eigenen Haustür im idyllischen Kirchditmold ereignete. Das Buch wurde vom Ortsbeirat Kirchditmold finanziell gefördert.










